Live Zeichnen

Was macht eigentlich ein Live-Zeichner?

Da ich erfahren habe, dass diese Frage für Euch immer noch unbeantwortet im Raum steht, werde ich im folgenden Text probieren sie so gut wie mir möglich zu beantworten, in der Hoffnung, dass meine geschriebenen Worte die stumme Kunst des Zeichnens nicht all zu sehr entzaubern.
Zunächst einmal, ganz einfach formuliert, zeichnet der Live-Zeichner live, in Persona direkt vor dem Publikum auf der Bühne, an einem Tisch, auf großen Papierbahnen und Papierbogen, mit Tusche und Pinsel, Stiften und Farben, und mit allem was sich sonst noch zum Malen und Zeichnen nehmen lässt, also vielleicht auch mit einem Lappen oder einem Kuscheltier oder einem Kreidewaagen, wer weiß das schon so genau und wer will sich da schon so früh festlegen lassen…
Der Zeichner selbst muss dabei nicht immer zu sehen sein, es gibt Möglichkeiten nur seine Hand und seine Zeichnung auf die Projektionsflächen zu projizieren, oder gar nur die Zeichnung.
Es gibt auch einen ganz berühmten Film mit dem Maler Picasso, (das ist der kleine Dicke mit Glatze, der in seinem gestreiften Hemd so ein bisschen wie ein Clown ausschaut und der z.B. den Kubismus und den Surrealismus stark durch seine Bilder beeinflusst hat), in welchem er hinter dem Papier steht und mit einer durch das Papier scheinenden Tinte seine Bilder malt. Die Kamera hat dabei hauptsächlich den entstehenden Strich und das sich verändernde Bild, also den Malprozess an sich, aufgezeichnet.
Aber vielleicht erzähl ich Euch besser erst einmal wie ich eigentlich zu der Rolle des Live Zeichners kam oder die Live Zeichnerrolle zu mir. Picasso ist nämlich schon lange tot und kann das daher nicht mehr so richtig machen, aber wenigstens seinen Film und seine Bilder kann man sich ja noch anschauen.

Also: Vorher war ich ja eigentlich ein ganz normaler Zeichner, einer der zu Hause oder im Atelier (das ist so ein extra Raum nur zum Malen, zeichnen und basteln) so alleine am Tisch sitzt und vor sich hinzeichnet,, seine Texte schreibt und seine Bilder malt. Bis mich im Jahr 2006 eine Bekannte, Hannah Kowalski (damals eine Regieassistentin), fragte, ob ich nicht Lust hätte, bei der langen Nacht der Autoren am Thalia Theater als Live Zeichner in dem Stück „Die schwarze Mamba“ aufzutreten. Nach Überwindung der anfänglichen Skepsis; ich stand ja schließlich noch nie auf einer so großen und bekannten Theaterbühne; habe ich schließlich zugesagt. Ich wusste zwar von mir, dass ich schnell und auf den Punkt genau zeichnen kann, aber ich hatte natürlich ganz großes Lampenfieber, da ich das eben noch nie vor einem so großen Publikum gemacht hatte.
Der Regisseur, Andreas Kriegenburg, hat dann die Bühne folgendermaßen einrichten lassen:
Hinten, rechts, links und unten war alles weiß, mit Stoffbahnen verhängt und mit weißen Bodenplatten ausgelegt, wie ein weißes, unbeschriebenes Blatt Papier. Ganz vorne spielten die Schauspieler ihre Rollen, dahinter saß, sichtbar hinter seinem Schlagzeug  versteckt, der Jazz Drummer Michi, der die ganze Spielzeit über ein Schlagzeugsolo hinlegte und so das Stück mit dramaturgisch angepasster Musik begeleitete. Ich stand hinter ihm an einem sehr großen Tisch worauf Papier im A0 Format (das ist doppelt so groß wie ein großes A1 Poster) und meine Schalen mit Tusche und Wasser, und meine Pinsel ihren Platz hatten. Farben habe ich für das Stück nicht benötigt, da wir uns für eine Schwarz-Weiß Stimmung entschieden hatten. Ganz am Anfang war die hintere, weiße Stoffbahnwand noch oben. (Im Theater versteckt man nämlich alles was nicht gesehen werden soll neben, unter und oberhalb der Bühne). Der weiße Stoff hing also an einem so genannten Aufzug (das sind die Gestänge an Seilen, an denen die Lampen, Scheinwerfer und was die Theatermacher sonst noch so brauchen , hängen, und die man mittels eines leise laufenden Motors rauf und runter lassen kann). Diesen Aufzug ließ man herunter und ich war somit hinter der weißen Stoffbahn versteckt. Ihr müsst Euch die weißen Flächen echt riesig vorstellen, so mindestens 20 Quadratmeter groß, das Thalia Theater hat nämlich eine Riesenbühne, weil da ja hauptsächlich die großen, berühmten Erwachsenen spielen.
Wie kam jetzt aber die Zeichnung von meinem Blatt auf die weißen Stoffbahnen?
Ganz einfach: An einem weiteren Aufzug hatten die Bühnentechniker einen kleinen Camcorder (eine Handkamera) und die Beleuchtung genau über meinem Tisch befestigt.
Dieser Camcorder sendete sein Signal an einen Projektor, der im hinteren Teil des Zuschauerraums hing und genau auf die Bühnenfläche ausgerichtet war. Somit wurde alles was sich auf meinem Zeichnertisch abspielte auf die Bühnenflächen projiziert.
Das war toll, denn ganz am Anfang legte ich erst einmal meine Hände auf den Tisch da ich noch keine Zeichnung zu machen hatte, dann kamen die ersten Schauspieler auf die Bühne und setzten sich genau auf die Projektion meiner Hände. Danach wurde die hintere Stoffbahn heruntergelassen und ich durfte loslegen. In einer einzigen Probe (normalerweise hat man am Theater mehrere Proben, aber nicht bei der langen Nacht der Autoren) hatten wir festgelegt wann ich welche Zeichnung mache. Um also ganz sicher zu sein, wann welche Zeichnung drankommt, hatte ich mir einen Spickzettel, ein so genanntes Memo, gemacht und mir, für das Publikum unsichtbar, an die Beleuchtung geheftet. Da stand dann drauf wann ich welche Zeichnung (z.B. eine Bushaltestelle, einen Wald, ein Kinderzimmer, einen Autobus, ein Telefon usw.) zeichnen durfte. Den Autobus und das Telefon hatte ich schon gezeichnet und ausgeschnitten, so dass ich sie nur noch auf mein Papier legen musste, und meine Striche (die das Klingeln des Telefons darstellten) herumzeichnen konnte, oder den Autobus mit der Hand von rechts nach links schieben konnte. Die anderen Zeichnungen musste ich ganz schnell, dem hohen Tempo des Stückes angepasst, mit meinen Tuschepinseln zeichnen. Ich hatte mir natürlich vorher überlegt welche Striche und Zeichnungen ich in welcher Reihenfolge mache, und dass ich möglichst einfache Symbole und Zeichen verwende, damit das ganze auch in diesem hohen Tempo funktioniert. So eine Stunden in Anspruch nehmende Tüfftler-Perfektionisten-Zeichnung konnte ich ja nicht in dem hohen Spieltempo machen, und daher war es sehr wichtig dass die Zeichnungen ganz deutlich, einfach und klar, wie z.B. Schriftzeichen, sind.
Die ganze Vorstellung hat Dank des tollen Regieteams, die uns auch mit „Headsets“ zum Empfangen von Regieanweisungen ausgestattet hatten, und der ganzen Bühnentechniker, kurz des ganzen Theaters, so gut geklappt und den Leuten so gut gefallen, dass ein paar Tage später eine Alexandra  Althoff , eine Dramaturgin die im Publikum saß, mich gefragt hat, ob ich nicht auch Lust hätte eine szenische Lesung -da lesen Schauspieler, wie auf einer Leseprobe einfach in verteilten Rollen ein Stück vor - als Live Zeichner auf den Salzburger Festspielen zu begleiten. Das Stück von Werner Fritsch „Es gibt keine Sünde im Süden des Herzens“ fand ich gut, in Salzburg war ich vorher auch noch nie -da habe ich aber auch nicht wirklich was verpasst, die spinnen nämlich und pflastern ihre Straßen mit Blattgold aus, was nach Regen und Benutzung kackbraun aussieht (das wusste ich vorher aber nicht)- und so habe ich zugesagt.

Der zu bespielende Raum war viel, viel kleiner als das Thalia Theater - Thalia ist übrigens eine  Muse aus der griechischen Mythologie - es passten vielleicht so 50 Leute rein. Das Stück war Teil einer Veranstaltungsreihe, von den Machern „Magazin des Glücks“ genannt. Die Bühnenaufbauten waren daher auch etwas anders: Vorne auf der Bühne stand ein Tisch mit drei Stühlen für die Schauspieler Elisabeth Schwarz, Karl Meerkatz und Christoph Bantzer. Dahinter stand eine Leinwand und der Projektor war im hinteren Bereich, über den Köpfen der Zuschauer angebracht. Diesmal durfte ich hauptsächlich Figuren-Affen, Opas und Omas- zeichnen. Natürlich wieder passend zu den Szenen, die ich vorher gelesen und zu denen ich zahlreiche Skizzen gekritzelt hatte, welche die Schauspieler vorlasen. Mein Tisch war diesmal nicht hinter den Schauspielern, sondern um die Ecke in dem L-förmigen Raum . Stellt Euch das L auf dem Rücken liegend vor, und dabei war der untere Balken der Spielbereich und im langen L-Balken saßen die Zuschauer.
Das Papier war diesmal so groß wie ein Poster und damit es beim Zeichnen nicht so hin und her wackelte, half mir die Regieassistentin Charlotte van Kerckhoven beim Festhalten der Papierbogen. Charlotte van Kerckhoven holte mich etwa 2 Jahre später für das Stück „Die Wawuschels mit den grünen Haaren“ an den Marstall des bayerischen Staatsschauspiels.

Doch vorher durfte ich weitere Zeichnungen für das Thalia Theater zeichnen. Für die „Hexenjagd“ von Arthur Miller - das ist ein berühmter Schriftsteller der auch mal mit Marilyn Monroe zusammen war- benötigte Andreas Kriegenburg 14 Bilder, die im Stück, mit einem lauten Peitschenknall akustisch untermalt, auf die hinteren Bühnenwände projiziert wurden.
Diesmal sollte also keine Live-Zeichnung sein, sondern Projektionen der gezeichneten Bilder.
Lampenfieber hatte ich trotzdem, es kann doch grade im Theater, trotz aller Proben und technischen Vorbereitungen, so vieles schief gehen, was aber durch gute, spontane Schauspieler zum Glück auch wieder wett gemacht werden kann. Praktisch war natürlich auch, dass ich dem Theater lediglich für die Spielzeit des Stückes die Verwertungsrechte an den Bildern verkauft hatte und mich selber in die Reihen der Zuschauer setzen durfte um das ganze Stück, mit meinen Bildern, anzuschauen. Und einen Spickzettel oder ein Headset auf dem Kopf, mit den daraus strömenden Regieanweisungen, wurde jetzt auch nicht mehr benötigt. Hier hatte ich genug Zeit mir im Vorfeld Zeichnungen auszudenken und Skizzen von den Proben zu machen -es sind so an die 200 Zeichnungen dabei raus gekommen- und später mit dem Regieteam die Bilder auszuwählen. Die Bilder wurden dann in einem Programm abgespeichert und wieder über einen Projektor eingeblendet, genauer gesagt, dem Publikum eingepeitscht.

Danach dachte ich erst mal es sei Schluss mit der ganzen Zeichnerei fürs Theater, doch es sollte anders kommen:

Die Charlotte, welche mir beim Papierhalten in Salzburg geholfen hatte, holte mich 2008 als Live Zeichner für „Die Wawuschels mit den grünen Haaren“ –das ist ein Kinderbuchklassiker von Irina Kurshinov- nach München an das bayerische Staatsschauspiel in den Marstall. Der Marstall ist eine kleinere Bühne die sich sehr gut für jüngeres und experimentelleres Schauspiel, also grade auch für Regiedebüts, eignet. Es gibt dort einen riesigen Lagerraum mit allem Zeug was man zum Theaterspielen und Theatermachen gebrauchen kann, eine große, bunte Requisite mit allem was Ihr auch auf Flohmärkten findet.
In dem Stück liest, spielt und erzählt der Schauspieler Thomas Loibl eine gekürzte Fassung der Geschichte nach. Am Theater müssen die Geschichten oft zusammengestrichen werden, da es sonst viel zu lange dauern würde bis die Geschichte zu Ende erzählt ist. Drei jugendliche Musiker machen Musik an der Geige, dem Violincello und dem Flügel und ich zeichne auf riesige Papierbogen, groß wie Plakate, die an einem großen Schrank befestigt sind. Der Schrank steht fest montiert auf der Bühne und seine papierbespannten Wände lassen sich per Hand ein und ausfahren. In ihm selbst ist noch eine Papierrolle, wie eine Klopapierrolle, die wir ausziehen und auf der ich Schlangenlinien als Symbol für Gänge und lange blaue Pinselstriche als Symbol für die Zazischels zeichne. Die Zazischels sind lange, dürre Wesen, welche die Wawuschelkinder Wischel und Wuschel in der Geschichte treffen.
Die ganze Geschichte werde ich Euch jetzt nicht erzählen, besser Ihr guckt Sie Euch live mal in München an, aber ein paar Beschreibungen der vielfältigen Zeichnerei mache ich gerne.

Ich benutze Stifte, die in Schlaufen an meinem Kostüm, einem Arbeitsoverall, stecken, und auf die ich draufdrücken kann, so dass mehr Farbe aus Ihnen rauskommt und an einer senkrechten Papierwand auch wunderbar runter fließen kann. Ich male auch mit einem Quast, das ist ein weichborstiger Pinsel, den man eigentlich zum Tapezieren benutzt, und mit verdünnter Kindermalfarbe. Da das Stück ja hauptsächlich für Kinder gemacht wurde, benutzen wir diese Farben, da sie leicht auswaschbar und nicht so stinkig und giftig sind wie Lackfarben oder Ölfarben. Und wenn man in der ersten Reihe vorne sitzt, kann man schon mal was abbekommen, denn bei dem Stück geht es ganz schön zur Sache!
Nur so als Beispiele: Wischel und Wuschel, die beiden Hauptfiguren des Stücks, werden auch einfach mal als zwei grüne Punkte auf das Papier geknallt, einen dreiköpfigen Drachen zeichne ich in Windeseile an ein magnetisch an der Wand befestigtes F dran. Ich dreh ganz einfach das F auf seine beiden F-Balken die sonst oben sind, und zeichne daran die Beine, den Schwanz, die drei Köpfe und die Flügel, die grünen Punkte knall ich obendrauf, und schon sind Wischel und Wuschel auf dem Drachen. Dann nimmt Thomas das beschmierte F von der Wand und saust damit über die Köpfe der Kinder durch den Raum.
Die Zazischels habe ich ja schon als blaue, lange Striche beschrieben, die Füße eines Mamoffels - das ist so ein Zottelwesen - male ich in Lichtgeschwindigkeit auf die Rückseite einer von hinten durchleuchteten Leinwand (in Wirklichkeit ist die Zeichnung schon viel, viel früher von mir darauf gemalt worden), und dann male ich mit dem Quast riesige Bauarbeiterköpfe mit Zähnen, Augen, Helm und Werkzeug. Kurz darauf male ich alles mit einem vor schwarzer Farbe triefenden Quast am Besenstiel über, setze später zwei runde Stücke Papier darauf, und habe so in zwei Schritten aus den Baurabeiterköpfen eine Regenlandschaft, und aus der Regenlandschaft ein Gesicht gezaubert.

An dem letzten Beispiel könnt ihr gut erkennen dass wirklich alles fließt und sich wandelt, und wie wichtig es ist die Zeichnungen offen zu lassen.

Es gibt noch ein weiteres Beispiel dafür: Thomas erzählt und „diktiert“ mir folgende Worte: „Otto“ und „Hut“ und den Satz „Die Kuh frisst“. Ich schreibe zeitgleich „Otto“ aufs Papier am Schrank, male um das Wort „Otto“ einen „Hut“ in Form eines Zylinders und kritzele dann dem „Hut“ Hörner, Ohren und eine Rinderschnauze mit Zunge und Grass, und den zwei Os von „Otto“ zwei Pupillen und Wimpern dazu. Und am Ende habe ich dadurch den Satz „Die Kuh frisst“ als eine Zeichnung gezeichnet und dargestellt.

Was lässt sich am Ende zum Thema „Live-Zeichnen“ zusammenfassend sagen?

Zunächst einmal lebt das Live Zeichnen ganz stark durch seine Spontaneität und Unmittelbarkeit der Ausführung. Jeder mögliche „Fehler“ ist sofort zu sehen und darf und soll auch gemacht werden, denn dadurch wird doch das Zeichnen erst recht interessant. Zum Radieren und neu machen bleibt viel zu wenig Zeit, dennoch könnte man einen Radiergummi natürlich auch mal zum „Live-Zeichnen“ benutzen. (Dann dürfte aber die Handlung des Ausradierens einer Zeichnung im Stück auch hoffentlich einen Sinn ergeben) Und das ganze passiert meistens sehr schnell, im Augenblick, und wortlos. Als Live-Zeichner habe ich keine Sprechrolle, muss aber trotzdem meinen Spickzettel, mein Memo, aus- und inwendig beherrschen, und spontan auf alles Unvorhergesehene , wie zum Beispiel eine sich aus der Führung lösende und fast aufs Publikum fallende Wand oder irgendwelche Farbkleckser, reagieren können.

Das „Live-Zeichnen“ ist Schauspiel in einem sehr wortwörtlichen Sinne, das Sprechen fällt weg. Was bleibt ist die Handlung des Zeichners, das Zeichnen und das Zeichen auf Papier.
Die dabei entstandenen Bilder werden abgerissen und meist zerknüllt weggeschmissen, schließlich geht es auch darum neues Papier, neue Freiräume für die noch auszuführenden Zeichnungen, zur Verfügung zu haben.
Das Live-Zeichnen unterliegt  letztendlich der Kontrolle des Zeichners, obwohl die Bilder nach Vereinbarungen mit der Regie gezeichnet werden.
Krasse Abweichungen sind  bei einem spontanen „Aus der Rolle fahren“  jedoch weiterhin möglich. Durch eine Art „Gentlemans Agreement“ zwischen den Darstellern, der Regie und dem Zeichner, das vereinbarte und erprobte Stück zu spielen, wird dies jedoch meistens verhindert. Das Spielen und Zeichnen selbst liefert oft genug Zufälle um darauf spontan reagieren zu können, ohne dabei das Stück inhaltlich allzu weit zu verlassen.

Das Zeichnen ist Teil des Schauspiels, ein Schauen und mit dem Geschauten spielen.

Es entsteht am Ende, wie üblich im Theater, ein gemeinsam gespieltes Stück, was als schöne Erinnerung und poetische Anregung den Betrachtern hoffentlich erhalten bleibt, und ihre eigene Phantasie in der Zukunft anregen wird. Wenn mir das gelingt, habe ich als Künstler doch schon ganz schön viel erreicht, oder?
Und wenn es mir hiermit gelungen ist, einen kleinen Eindruck von meiner „Live-Zeichnerei“ zu hinterlassen und Euch neugierig auf ’s „Selber-Live-Zeichnen“ zu machen, freue ich mich umso mehr, denn da kann ich Euch viel zeigen und erzählen.

©Stefan Pertschi 2009



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